Wem gehört die Straße?

Theaterstück für alle ab 13 Jahren

 

 

Irgendwann in der Zukunft. Die Welt ist vom einem Virus befallen, der aus Männern übergriffige, sexistische Zombies macht. Nach einer Zeit chaotischer Zustände auf den Straßen hat die Regierung das Problem nun im Griff und ein neues Ordnungssystem geschaffen: Die Frauen bleiben zu ihrer eigenen Sicherheit zu Hause, der öffentliche Raum bleibt den Männern vorbehalten, wo sie entweder Zombies jagen oder selbst zu welchen werden. Alle kehren entspannt zu ihren „natürlichen Aufgaben“ zurück: Die Männer haben wieder Arbeit, die Frauen widmen sich glücklich den häuslichen Pflichten.

Drei Jugendlichen allerdings gefällt die neue Ordnung nicht. Sie sind neugierig, hungrig auf Begegnung, haben Lust, selbst Erfahrungen zu machen, wollen auf der Straße tanzen, im Fluss baden, im Park abhängen. Heimlich planen sie den Ausbruch und verändern damit ihre Welt in ungeahntem Ausmaß …

Die Inszenierung arbeitet mit Text, Tanz, Projektion und verstrickt die drei Einzelschicksale zu einer wilden, humorvollen, berührenden Geschichte über Freiheitsdrang und Sehnsucht nach Leben. Das Stück entsteht als Koproduktion mit dem Comedia Theater Köln.

 

Preise:

Kölner Tanz- und Theaterpreis 2019 in der Sparte Kinder- und Jugendtheater

Laudatio “Wem gehört die Straße” von Jurymitglied Ulli Türk

Angesichts sexistischer Übergriffe, Provokationen und der Verrohung der Sprache in den sozialen Medien ist das Thema der von der Kölner Comedia und dem Consol Theater Gelsenkirchen koproduzierten Inszenierung “Wem gehört die Straße” aktueller denn je. Das Stück spielt in einer fiktiven Welt, in der ein Virus alle Männer befällt und sie zu übergriffigen sexistischen Männerzombies = Mombies macht. Auf Anweisung der Regierung müssen die Frauen fortan zu Hause bleiben, während die Männer ungehindert den öffentlichen Raum besetzen und sich gehen lassen. Drei Jugendliche begehren gegen dieses Ordnungssystem auf und wagen gemeinsam den Ausbruch auf die Straße und die Konfrontation mit den herrschenden Mombies.

Unter der Regie von Andrea Kramer spielen Dorothea Förtsch, Bernhard Glose und Sibel Polat energiegeladen, packend und ironisch. Mit herrlich überzogen gespieltem Geschlechterhabitus setzen sie sich auseinander mit der geschlechtsspezifischen Stellung in der Gesellschaft.
In atemberaubenden Rollen- und Szenenwechseln, unterstrichen durch rasante Kostümwechsel zwischen schillernden Riesenrüschelfummeln und tristgrauen Einheitsoveralls, zeichnen sie ein Bild von mutigen und freiheitssuchenden Jugendlichen.

Spannend und einfallsreich ist die Mischung von Text, Tanz und Musik, Licht, Video und Ton. Diese multimediale Verarbeitung ist perfekt abgestimmt auf das jugendliche Alter der Zielgruppe: Großes Theater!
Berührend, humorvoll und mit hohem Tempo wird der Zuschauer mitgerissen und erlebt in 60 Minuten geballter Energie eine Geschichte des kuragierten Versuchs von Selbstbestimmung und Gleichberechtigung.

 

 

 

 

 

Premiere am 04.05.2019 um 18.00 Uhr

 

 

Diese Produktion wird gefördert von:

 

 

 

Besetzung:

 

mit

Philine Bührer, Bernhard Glose, Sibel Polat

 

Regie

Andrea Kramer

 

Ausstattung

Stefanie Stuhldreier

 

Dramaturgie

Sylvie Ebelt, Katja Winke

 

Theaterpädagogik

Ulrike Czermak

 

Videoartwork

Roman Jäkel

 

 

 

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